Veranstaltungen: Wappa-Kongress 2010
17. Jahrestagung der WAPPA
Koblenz, 29. bis 30. Oktober 2010
Bei der "WAPPA" handelt es sich um die "Westdeutsche Arbeitsgemeinschaft für pädiatrische Pneumologie und Allergologie e. V." In diesem Jahr fand die Tagung in Koblenz statt und unser med. Beiratsmitglied Dr. Nüßlein war Tagungsleiter. Aus diesem Grund war unser Verein eingeladen, mit Infomaterial im Rahmen der Industrieausstellung zur Verfügung zu stellen.
Bedingt durch die Arbeitszeit meines Mannes und vor allem dem Freitagmittagsverkehr kamen wir in Koblenz an, als die Tagung bereits im vollen Gang war. Während der Kaffeepause bezogen wir unseren Infostand. Die Industrieaussteller rätselten fieberhaft, wer sich das leisten könne, so spät und so abgekämpft anzukommen. Später wurde vom "Einzug der Gladiatoren" gesprochen ...
Am Samstagmorgen begrüßte Dr. Nüßlein die Anwesenden und wies auf die Anwesenheit unserer Selbsthilfegruppe hin.
Prof. Omran hielt einen sehr interessanten und spannenden Vortrag und machte eindrucksvoll klar, welche Verantwortung die Kinderärzte hätten und dass es von ihnen abhinge, die richtige Diagnose möglichst früh zu stellen. Er schickte die Kinderärzte geradezu zu uns, mit dem Hinweis, dass ich erst sehr spät meine "richtige" Diagnose bekommen hätte. Dies hatte zur Folge, dass wir immer Interessierte an unserem Stand hatten. Manche stellten sehr, sehr gezielte Fragen, manche eher in Richtung, wie es mir persönlich in meiner Kindheit und Jugendzeit ergangen ist und wie es mir jetzt geht. In den Pausen waren wir umringt von Ärzten, die neben den wertvollen Infoblättern gerne auch die ausgelegten Süßigkeiten mitnahmen.
Aus Versehen hatte man im Kopierladen die fünffache Menge kopiert - zum Glück, denn am Schluss war alles weg und wir haben noch einige interessierte Kinderärzte mit Infomaterial zu versorgen.
Die Aussteller aus der Industrie äußerten, dass sie sich freuen würden, wenn sie einmal so umlagert sein würden, wie wir es an diesen beiden Tagen waren. Zudem waren sie durch "unseren Einzug" am Freitag motiviert, sich den Vortrag von Prof. Omran anzuhören. So kam auch so mancher Firmenvertreter mit seinen Fragen auf uns zu.
Fazit: Es ist sehr, sehr wichtig auf Tagungen vertreten zu sein, auf denen einer "unserer Docs" (ist als Zeichen der Wertschätzung zu verstehen!) einen Vortrag hält. So wird man ins Gedächtnis und Bewusstsein gerufen und kommt ins Gespräch.
Übrigens: Beim Mittagessen war die Diskussion, dass laut Statistik eigentlich jeder in seiner Praxis ein KS/PCD-Kind haben muss - in der Regel nicht als solches erkannt und damit unterdiagnostiziert. Das wiederum stimmte viele nachdenklich - uns auch.
Angelika Kneißl

